Geschichte

Gründung

Am Donnerstag, 09.01.1947, trafen sich im Restaurant Sternen in Hinteregg sechs Sportfreunde zur Gründung der Skiriege Egg. Die Idee, eine eigene, dem Turnverein angeschlossene Riege zu bilden, war nicht neu. Im Hinblick auf die Organisation des bereits damals traditionellen Pfannenstielrennens war der Zeitpunkt gekommen, dass sich die skifahrenden Turner endlich auf eigene Beine, sprich Skier, stellten.
Die Herren Bauer Walter, Perret Henry, Pfister Ruedi, Thommen Arnold, Bühler Ernst und Mottl Max waren an der Gründungsversammlung dabei. Der erste Präsident hiess Walter Baur.
Auszüge aus dem Gründungsprotokoll: Sinn und Zweck: -Förderung des gesunden Skisports durch Pflege echter Kameradschaft, Durchführung des Skirennens am Pfannenstiel. Jahresbeitrag: Fr. 2.--.
Weiter: Für unsere Mitglieder, die noch über keine Ski verfügen, können noch dieses Jahr vom Vorunterricht solche gratis abgegeben werden.

Die ersten Jahre

Bereits an der ersten Generalversammlung 1948 konnten 11 neue Mitglieder aufgenommen werden. Die Zuversicht war gross, bald eine stattliche Schar ski- und sportbegeisterte Egger motivieren zu können. An der GV 1951, damals noch am Sonntagnachmittag um 13.30 Uhr abgehalten, wurde Gottfried Iseli zum neuen Präsidenten gewählt. Als Kursleiter (Trainer) amtete zu dieser Zeit Adolf Kurz (Schweiz. Skiinstruktor).
1956 wird Arnold Thommen an die Spitze der Skiriege gewählt. Probleme, wie zuwenig Schnee am Pfannenstiel, damit keine Durchführung des Skirennens oder falsche Terminansagen waren auch damals schon existent.
1957 beschliesst die Versammlung den Anschluss der Skiriege an den Schweizerischen Skiverband (SSV).

Skihaus Oberiberg

An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 25.08.1961 entschied man sich nach langer Diskussion für den Landkauf sowie den Bau eines Skihauses in Oberiberg.
Die zu diesem Zweck gegründete Baukommission besteht aus dem Vorstand und den Herren Franz Halama und Ueli Rehfuss. Unter der Leitung von Hans Oertli laufen nun Landkauf und Vorbereitung des Neubaus auf Hochtouren. 1962 entsteht grösstenteils durch Fronarbeit unser herrliches Skihaus in Oberiberg. Nur wenige Skiclubs in der Region können sich in der glücklichen Lage schätzen, Besitzer einer eigenen Liegenschaft zu sein. Während des Hausbaus, 1962 wird an der GV Christian Vogel als Nachfolger von Arnold Thommen an die Vereinsspitze gewählt.

Ära Emil Kolb

An der GV 1966 trat Emil Kolb das Amt als Präsident der Skiriege Egg an. Schon seit einiger Zeit befasste man sich mit der Jugendausbildung, An der Herbstversammlung 1968 rief man die JO (Jugendorganisation) ins Leben. Emil Kolb, Hans Oertli, Peter Kunz, Lotti Bühler waren die ersten JO-Leiter. Namhafte Skirennfahrer durchliefen die JO Egg und profilierten sich an regionalen, nationalen und internationalen Skiwettkämpfen.
Anfangs der Achtziger Jahre starteten Fritz Rathgeb und Kari Pfister mit einer neustrukturierten JO. Herbsttrainingslager sowie unzählige Schneetrainings während der Saison brachten unseren Nachwuchs wieder ganz nach vorne an den regionalen Wettkämpfen. Nach fast dreissigjähriger aktiver Vereinsarbeit in diversen Gremien konnte Fritz Rathgeb die Ehrenmitgliedschaft zugesprochen werden. 1986, nach zwanzigjähriger Amtszeit als Präsident, unwahrscheinlichem Willen und viel Freude an der Sache, trat Emil Kolb aus dem Vorstand zurück. An der GV 1986 übertrug man ihm die Ehrenmitgliedschaft.

Hans Oertli

Fast zum Abschluss seiner Karriere als Mitglied wurde Hans Oertli zum Präsidenten des Skiriege Egg gewählt. 1949 trat Hans Oertli als Junior in den Verein ein. Vor allem als erfolgreicher Wettkämpfer machte er in der ersten Zeit von sich reden. 1960 wird Hans Oertli als Aktuar in den Vorstand gewählt. Hans ist auch derjenige, der den Skihausbau antreibt und die Baukommission präsidiert. Später ist er massgeblich am Aufbau der JO beteiligt.
Als Hüttenwart im Skihaus bestens bewährt, ist er auch an jeder Organisation oder Aktion der Skiriege vertreten. Nachdem er von 1986 bis 1990 dem Verein vorstand, präsidierte er auch noch die erste Umbaukommission des Skihauses. 1992 nach Abschluss der Umbauarbeiten des wurde auch ihm die Ehrenmitgliedschaft zugesprochen.

Rennfahrer

Diverse Talente entsprangen der JO des Skiclubs Egg. Allen voran natürlich Brigitte Oertli, von deren sportlichen Erfolgen wir alle heute noch schwärmen. Als verdiente Wettkämpferin wurde auch ihr die Ehrenmitgliedschaft zugesprochen. Aber auch Fahrer wie Dieter Kunz, Peter Kunz oder Werner Schärer konnten sich auf nationaler Ebene messen. Auf dem besten Weg dorthin befinden sich die Gebrüder Vogelsang, welche bis zu ihrem Umzug ins Engadin fleissig im SC trainierten. Nicht vergessen wollen wir Dominique Pittet, welcher nach seiner aktiven Laufbahn die Trainerkarriere eingeschlagen hat und aktuell Co-Trainer der Damennationalmannschaft im Bereich Speed ist.

Anlässe

Was heutzutage die wenigsten wissen, die Skiriege besitzt eine eigene Sprungschanze am Pfannenstiel. Bis Mitte der siebziger Jahre fanden auch Wettkämpfe darauf statt (Pfannenstielspringen). Andreas Däschler oder Walter Steiner waren damals Teilnehmer. Weiter fanden Nordische Kombinationen statt (Springen und Langlauf). Der GLTV-Turnerskitag wurde auch schon in Egg durchgeführt (Samstag Langlauf, Sonntag Riesenslalom am Pfannenstiel) sowie diverse Skirennen vor allem für Jugendliche.
Ebenfalls haben sich an den Rennen am Pfannenstiel schon namhafte Skigrössen wie Peter Müller, Brigitte Oertli, Marlies Oberholzer, Pirmin Zurbriggen, Max Julen, Urs Kälin, Urs Lehmann beteiligt.
Auch heutzutage werden die Egger Ski- und Snowboardmeisterschaften wenn immer möglich am Pfannenstiel durchgeführt. Im 2009 hatte es endlich wieder genügend Schnee, um das Rennen bei Rekordbeteiligungam Pfanni durchzuführen zu können. Als Ausweichort dient das Skigebiet Atzmännig oder Hoch Ybrig. Als Mitglied des Zürcher Skiverbands (ZSV) nehmen die Rennläufer des SC an verschiedenen Rennen von Ende Dezember bis Mitte April teil. Die abschliessende ZSV Clubmeisterschaft wird seit mehreren Jahren durch den SC Egg organisiert und durchgeführt.

Neuzeit

1983 wird Thomas Kunz als Kassier in den Vorstand der Skiriege Egg gewählt. Von 1990 bis ins Jahr 2002 steht er dem Verein als Präsident vor. Um der Jugendförderung noch mehr Beachtung schenken zu können, gibt der das Amt als Präsident dem damaligen Vizepräsidenten Livio Rossi weiter. Fortan als Jugendbetreuer, nach wie vor als Vorstandsmitglied, formt Thomas Kunz an den Strukturen im Jugendbereich eines mittlerweile modernen Skiclubs. Thomas Kunz wird für sein unglaubliches Engagement im Jahr 2002 ebenfalls die Ehrenmitgliedschaft zugesprochen.

Von der Skiriege zum Skiclub

Anlässlich der Generalversammlung im Jahre 2004 wird der Namenswechsel von Skiriege zu Skiclub Egg vollzogen. Einem modernen Club gehört ein moderner Name. Immer noch als unabhängige Zweigsektion des Turnvereins Egg, aber mit eigenem Vorstand, eigenen Statuten und eigenständiger Kassenführung geht das Clubleben weiter. An der Generalversammlung 2009 tritt Klaus Kiessling die Nachfolge von Livio Rossi als Präsident des Skiclub Egg an.